Oktober 6, 2010

Elektronik nur aus Nahost?

Die Länder im fernen Osten sind dafür bekannt, in Sachen Elektronik immer die Nase ein Stückchen weiter vorne zu haben, als die Kollegen aus USA und Europa. China, Japan, aber auch Korea und Taiwan sind Vorreiter in vielen Belangen der modernen Unterhaltungselektronik, in der Foto- und Computertechnologie und einigen anderen Teilbereichen. Die Marktanteile sind entsprechend hoch. Die Bedeutung der Elektronik Branche für die Wirtschaft dieser Länder ist also entsprechend zu bewerten. Hier wird entwickelt, was das Zeug hält, und natürlich auch produziert, was der Export verlangt. Auch in den eigenen Ländern verkaufen sich die Produktionen aus dem eigenen Land weitaus besser, als die Importe aus Amerika oder europäischen Firmen.

Westeuropa liegt bei einem Anteil von etwa 20 Prozent des Weltmarktes; ein Prozentsatz, den China als einzelne Nation schon beinahe alleine einstellen kann. Zusammen mit Malaysia, Südkorea und Thailand, sowie den oben genannten Ländern, kommt 40 Prozent aller Elektronik aus Nahost. In Europa sind die Spitzenreiter Deutschland und Frankreich, gefolgt von England und Irland. Die Standortbedingungen sind natürlich geradezu ideal: Geballtes Know How paart sich mit günstigen Lohnkosten und der Fähigkeit, die Nachfrage decken zu können. Zugleich wird das Wissen ausgenutzt, um stets die Nase vorne zu haben, wenn es um technische Neuheiten geht. Der nahe Osten ist in der Branche ungeschlagen an der Spitze und das dürfte sich auch in nächster Zeit kaum ändern. Sony und Toshiba, Samsung, Fujitsu Siemens und viele andere Namen reihen sich hier aneinander, natürlich ist das aber nur eine kleine Auswahl der Firmen, deren Label überall auf der Welt bekannt sind.