Ein reales Ich im Chat?
By Redakteur in Allgemein | 0 comments
Wer gerne chattet, besitzt sicher ein eigenes Profil bei einer Community, sodass andere Menschen sehen können, mit wem sie es zu tun haben. Immer wieder wird davor gewarnt, zu viel von sich selbst in so einem Chat preiszugeben. Mit einigen Informationen, wie zum Beispiel dem vollen Namen, dem Geburtsdatum und der exakten Adresse muss man sich also etwas bedeckt halten. Viel zu einfach ist es, Informationen zu finden, die zu bösen Absichten benutzt werden können. Ein Jugendlicher, der stolz in seinem Chat Blog mitteilt, dass er in den Urlaub fährt und niemand zu Hause ist, lädt Einbrecher geradezu ein, wenn im Profil seine Adresse genannt ist. Eltern sollten ihre Kinder hier strikt einweisen, was sie zu tun und zu unterlassen haben.
Wie man es ansonsten mit einem realen Ich in der Welt der Online Kommunikation halten will, ist einem registrierten User allein überlassen. Es soll viele Menschen geben, die sich eher so darstellen, wie sie sich selbst gerne sehen würden, anstatt bei der Arbeit zu bleiben. Das virtuelle Papier ist geduldig; so kann auf seinem Steckbrief, denn nichts anderes ist das Profil im Chat, jedes x-beliebige Foto veröffentlicht, jede Aussage getroffen werden. Die schüchterne, mollige Mittvierzigerin ist dann schnell einmal kess und schlagfertig, schlank und sportlich und natürlich mindestens 10 Jahre jünger. Der verheiratete Vater von 3 Kindern ist im Chat Single und verhält sich auch so. Meistens geschieht dies bei Usern, die sich im Leben etwas anderes erhofft und erträumt haben, die keinen Anschluss finden und die unter Einsamkeit leiden. Spätestens, wenn sich aus Chatfreundschaften reale Bekanntschaften ergeben könnten, müssen sie aber Farbe bekennen. Es ist ein schmaler Grat zwischen den geheimen, höchst persönlichen Daten, die man niemals preisgeben sollte und einer existenten Persönlichkeit, die man im Netz gerne darstellen würde, um Kontakte zu knüpfen.